Merger in der Spezialchemie

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Drei europäische Holdinggesellschaften der Spezialchemie planten, ihre Geschäfte zusammenzulegen, um einen neuen schlagkräftigen europäischen Marktteilnehmer zu schaffen.

Darüber hinaus sollte der Merger eine deutliche Kostenreduktion bei der Beschaffung, Produktion und den Gemeinkosten erzielen, und die Grundlagen für eine einflussreiche Marktposition sichern.

Herausforderung

Die grössten Herausforderungen waren politische Fragestellungen, das Mitspracherecht der Regierungen und die Aufgabe, drei verschiedene Kulturen - französisch, deutsch und schweizerisch - miteinander in Einklang zu bringen.

Ansatz

Um eine Vertrauensbasis bei allen drei Kunden zu schaffen, wurde von Capgemini ein Team aufgestellt, das die europäische Dimension des Mergers widerspiegelte. Berater aus jedem der beteiligten Länder kamen auf dem Projekt zusammen, wobei Englisch als gemeinsame Projektsprache vereinbart wurde.

Vor den eigentlichen Verhandlungen wurden die Annahmen, die den Businessplänen zugrunde lagen, untersucht und Synergieeffekte errechnet. Die Zielsetzung war es, den Inhalt der Verhandlungen zu verifizieren und den Verhandlungsprozess zu moderieren. Das Team arbeitete sehr erfolgreich zusammen und schuf durch eine präzise Berechnung der Unternehmenswerte (nach der internen Zinsfussmethode) eine solide Entscheidungsgrundlage.

Im Rahmen einer Workshopreihe wurde in den drei beteiligten Ländern auf Managementebene eine gemeinsame Vision erarbeitet. In nur vier Wochen wurde eine Organisation für das Projektmanagement definiert, und die Expertenteammitglieder benannt. Die klar definierte Projektorganisation ermöglichte einen reibungslosen Übergang von der Pre-Merger- zur Post-Merger-Phase.

Ergebnisse

Durch diese Vorbereitungsmassnahmen konnten Aspekte, die den Merger gefährdet hätten, von vornherein identifiziert und offen diskutiert werden. Wesentliche Treiber für den Erfolg des Mergers auf der politischen, finanziellen und kulturellen Ebene wurden offengelegt. Damit war eine solide Grundlage für die bevorstehende Post-Merger-Integration geschaffen.