Deutliche Verbesserung der operativen Marge / Rückkehr in die Gewinnzone nach sechs Verlusthalbjahren
Paris, 8. September 2005
Bei einem Treffen am 7. September 2005 in Paris sichtete das Board of Directors der Cap Gemini S.A. unter dem Vorsitz von Serge Kampf die geprüften konsolidierten Unternehmenszahlen der Capgemini-Gruppe für das erste Halbjahr 2005.
Die wichtigsten Finanzkennzahlen, berechnet nach IFRS Standard, sind wie folgt:
In Millionen Euro |
H1 2004 |
H2 2004 |
H1 2005 |
Umsatz |
2.965 |
3.270 |
3.472 |
Operative Marge ¹ |
-44 |
20 |
62 |
in Prozent des Umsatzes |
-1,5% |
-0,6% |
1,8% |
Operativer Gewinn ² |
-120 |
-161 |
123 |
Netto-Gewinn der Gruppe |
-157 |
-377 |
58 |
Netto-Barmittel |
-125 |
286 |
498 |
¹ Die operative Marge, die wichtigste Kennzahl für die Gruppe, ist die Differenz
zwischen Umsatz und operativen Kosten. Eingeschlossen sind Kosten für die Leistungserbringung
(wie z.B. Kosten die im Vorfeld einer Projektimplementierung anfallen) und SG&A
Kosten.
² Der operative Gewinn schliesst Kosten im Zusammenhang mit Mitarbeiter-Aktienoptionsplänen
mit, ebenso wie Restrukturierunskosten etc. ein
Die Erholung bei den Geschäftsaktivitäten, die das zweite Halbjahr 2004 geprägt hat, wurde im ersten Halbjahr 2005 bestätigt. Zu konstanten Wechselraten und gleichem Konsolidierungskreis stieg der Umsatz um 20,8 Prozent (17,1 Prozent bei derzeitigen Wechselraten und gleichem Konsolidierungskreis) gegenüber dem Vergleichzeitraum letzten Jahres; gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004 ist es ein Anstieg von 8,8 Prozent.
Die operative Marge beträgt 62 Millionen Euro und somit 1,8 Prozent – ein Anstieg von 3,3 Prozentpunkten
im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 (-1,5 Prozent).
Das starke Wachstum beim Outsourcing-Geschäft, dessen Kosten vor allem in der
Startphase eines Projektes sehr hoch sind, hatte einen negativen Effekt auf die
Rate. Dieser konnte jedoch durch einen signifikanten Anstieg bei Effizienz und
Auslastung im Consulting- und Technologie-Geschäft ausgeglichen werden. Auf der
anderen Seite sanken die Vertriebs- und administrativen Kosten trotz des Umsatzanstiegs
um mehr als 12 Prozent.
Der operative Gewinn beträgt 123 Millionen Euro für das erste Halbjahr 2005 (im Vergleich dazu -120 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2004). Die 77 Millionen Euro an Restrukturierungskosten wurden von den Einnahmen aus Verkäufen von Unternehmensteilen in Höhe von 143 Millionen Euro mehr als aufgefangen (der grösste Anteil stammt aus dem Verkauf des nordamerikanischen Healthcare Geschäfts).
Der Netto-Gewinn war dieses Halbjahr mit 58 Millionen Euro positiv, eingerechnet einer Netto-Finanzbelastung von 9 Millionen Euro und Steuerzahlungen in Höhe von 56 Millionen Euro.
Analyse der Aktivitäten nach Geschäftseinheit
Outsourcing verzeichnete ein Wachstum von 64 Prozent durch das Anlaufen der drei grossen
Abkommen, die letztes Jahr unterzeichnet wurden (Inland Revenue, TXU und Schneider).
Der Geschäftsbereich steht für 36 Prozent des Gruppen-Umsatzes im ersten Halbjahr
2005.
Wie oben erwähnt drücken die Anlaufkosten der grossen Outsourcing-Verträge deutlich
auf die Profitabilität des Geschäfts (operative Marge -1,8 Prozent). Mit Blick
auf den Auftragseingang gehen diese dann aber im Jahresvergleich, aufgrund des
Gewichts den diese Verträge haben, zurück.
Die Consulting-Einheit (14 Prozent des Umsatzes) verliert bei relativer Preisstabilität leicht im Jahresvergleich, ist aber im Vergleich zum vergangenen Halbjahr im positiven Bereich. Die operative Marge ist mit 1,3 Prozent positiv, bleibt aber nichtsdestotrotz sehr schwach.
Technology Services (34 Prozent vom Umsatz) wuchs um 6,7 auf Jahresvergleichsbasis und um 8,9 Prozent
gegenüber dem zweiten
Halbjahr 2004. Das eigentliche Wachstum liegt sogar noch darüber, da die grossen
Outsourcing Verträge einen gewissen Anteil an Technologie Services und in einigen
Fällen auch Consulting Services enthalten. Die operative Marge für den Bereich
Technology Services beträgt 3,1 Prozent.
Local Professional Services (16 Prozent Umsatzanteil) wuchsen um 8,6 Prozent im Jahresvergleich mit sowohl einem Anstieg der Auslastungsrate als auch einem leichten Preisanstieg. Die operative Marge dieses Geschäfts (7,5 Prozent) ist die höchste unter den vier Geschäftseinheiten der Gruppe.
Analyse der einzelnen Regionen
|
|
%
|
Wachs
|
Operative
|
Oper.
|
GB und Irland |
25% |
64,7% |
-2,2% |
3,2% |
Frankreich |
24% |
11,1% |
2,5% |
3,5% |
Benelux |
13% |
12,9% |
5,5% |
8,8% |
Deutschland und Zentral-europa |
6% |
12,6% |
2,7% |
5,9% |
Skandinavien |
6% |
22,4% |
-2,7% |
5,5% |
Südeuropa |
5% |
2% |
-6,2% |
1,9% |
Asien / Pazifik |
1% |
-4,5% |
-1,8% |
0,9% |
Nordamerika |
20% |
8,9% |
-6% |
-6,6% |
|
|
100% |
20,8% |
-1,5% |
1,8% |
³ zu konstanten Wechselkursen und gleichem Konsolidierungskreis
In Europe erzielte die Gruppe ein starkes Wachstum: Zu konstanten Wechselkursen und gleich bleibendem Konsolidierungskreis betrug es 24,1 Prozent im Jahresvergleich und 10,7 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004. Begleitet wurde dies durch deutlich verbesserte operative Margen im Consulting- und Technologie Geschäft in allen Ländern. Auch Outsourcing verbesserte sich – in diesem Fall mit der Ausnahme von Frankreich. Dort fielen die Startkosten im Zusammenhang mit dem Schneider-Vertrag – wie erwartet – stark ins Gewicht.
In den USA führt das Anlaufen des TXU Vertrages zu einem starken Wachstum im Outsourcing. Auch Local Professional Services verzeichnen ein weiterhin anhaltendes Wachstum. Consulting- und Technology Services hingegen liegen im Jahresvergleich etwas niedriger, zeigen aber einen Grad an Stabilisierung gegenüber dem zweiten Halbjahr 2004. Insgesamt sinkt die operative Marge in Nordamerika von -6,0 auf -6,6 Prozent, wobei hier der Start des TXU Vertrages den wahren Fortschritt im Geschäft verdeckt.
Ausblick
Die Ergebnisse des ersten Halbjahres lassen die Gruppe ein Wachstum für das Gesamtjahr
in Höhe von 12 Prozent (zu konstanten Wechselkursen und gleichem Konsolidierungskreis)
erwarten. Die operative Marge wird etwas über dem ursprünglichen Ziel bei 2,6
Prozent liegen.
» Übersetzung aus dem Englischen. Es gilt das Original.
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