Weitere Standardisierung von Euro-Kartenzahlungen im Zuge der Single Euro Payments Area notwendig.
Dr. Hubertus von Poser
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Studie
World Payments Report 2008
Die vierte Ausgabe des World Payments Report von Capgemini, RBS und Efma untersucht den globalen Zahlungsverkehrsmarkt zu einem kritischen Zeitpunkt.
Zürich, 23. September 2008
Kartenzahlungen sind weltweit das am schnellsten wachsende bargeldlose Zahlungsmittel
und machen mittlerweile 54 Prozent des globalen Zahlungsvolumens aus. Dies unterstreicht
die wachsende Bedeutung bargeldloser Zahlungsmechanismen im Handel und bei Verbraucherausgaben
in globalisierten Märkten.
Im Zeitraum 2001 bis 2006 stieg die Zahl der Kartentransaktionen jährlich weltweit
um 16 Prozent. In Europa lag die Steigerungsrate bei elf Prozent jährlich. Das
ist das Ergebnis des diesjährigen vierten World Payments Reports des Beratungsunternehmens
Capgemini gemeinsam mit der Royal Bank of Scotland (RBS) und der European Financial
Management & Marketing Association (EFMA).
Gleichzeitig betont die Studie, dass Euro-Kartenzahlungen mit Blick auf das heterogene Kartennetzwerk in Europa standardisiert und für SEPA (Single Euro Payments Area) weiter zugänglich gemacht werden müssen. “Banken haben bis 2010 Zeit, von ihren vorhandenen inländischen Systemen auf ein SEPA-Kartensystem zu wechseln. Es müssen aber einige Kernprobleme gelöst werden, wie zum Beispiel gemeinsame technische Standards, Regeln für Interchange-Gebühren und eine neu aufgesetzte Governance-Struktur, um SEPA für Karten durchzusetzen. Mit Blick darauf, dass Kartenzahlungen das weltweite Wachstum bargeldloser Zahlungen voranbringen, muss hier mehr getan werden”, so Dr. Hubertus von Poser, Zahlungsverkehrsexperte bei der Beratungsgesellschaft Capgemini Consulting.
China könnte die Eurozone verdrängen – reife Märkte werden aber bis 2013 dominieren
Im Jahr 2006 wurden weltweit 233 Milliarden Zahlungen bargeldlos abgewickelt. 80 Prozent dieser Zahlungen wurde in reifen Märkten verbucht, wobei allein Europa ein Drittel der Summe ausmachte. Laut dem World Payments Report 2008 werden diese Märkte ihre dominierende Position bis 2013 behaupten können. China zeichnet derzeit für rund sieben Prozent des globalen Volumens an bargeldlosen Zahlungen verantwortlich. Die Wachstumsrate beträgt dabei jedoch 46 Prozent pro Jahr im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2006. China könnte demnach bis zum Jahr 2013 die Eurozone als zweitgrössten bargeldlosen Zahlungsmarkt überholen. “Die Zahlungen folgen dem Handel“, sagt Brian Stevenson, Chief Executive, Global Transaction Services der RBS. “Unsere Studie zeigt eindeutig, dass Chinas grosses Potenzial eines Wachstumsmotors genutzt wird“.
Trotz erster Erfolge bleibt SEPA eine Herausforderung
Der World Payments Report 2008 wertet die Einführung der einheitlichen Verfahrensregeln für SEPA-Überweisungen (SEPA Credit Transfers) im Januar dieses Jahres als bedeutenden Erfolg in der SEPA-Einführung. Gleichzeitig identifiziert die Studie verbleibende Herausforderungen. “Für Unternehmen gibt es bisher keinen Termin, bis wann sie spätestens auf die SEPA-Zahlungen umstellen müssen“, so Hubertus von Poser. Ob so ein kritisches Volumen erreicht und damit die SEPA erfolgreich umgesetzt werden kann, ist weiterhin unsicher. Für Banken besteht nunmehr die Aufgabe, insbesondere ihre Firmenkunden von den Vorteilen der neuen SEPA-Instrumente zu überzeugen.”
“SEPA bietet Banken die Möglichkeit, neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, von denen vor allem Unternehmen profitieren, die im europäischen Markt tätig sind. Gleichzeitig sind Banken, die nach der SEPA-Einführung in Europa erfolgreich wachsen, auch für die globale Zahlungs-Arena gut gewappnet.” schliesst Hubertus von Poser.
Laut WPR 2008 bleibt zu klären, ob ein Fristende für das Stilllegen der Altsysteme vonnöten ist, um den Migrationsprozess zu stimulieren und zu beschleunigen.
Über den World Payments Report
Der World Payments Report 2008 hat eine breitere globale Perspektive als in vorherigen Auflagen, aber behält seinen üblichen, detaillierten Fokus auf regionale Initiativen und potentielle Wachstumsbereiche im Zahlungsverkehr. Die Studie reflektiert mehrere europäische Entwicklungen, die weltweit auf anderen Märkten auch stattfinden und zeigt, dass viele Haupttrends universal sind. Detailanalysen zum globalen Kartenmarkt werden genauso herausgestellt wie die Themen Überweisungen, Trade Finance und Mobile Payments.
Über Capgemini
Capgemini, einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung,
Technologie-Services sowie Outsourcing, ermöglicht seinen Kunden den unternehmerischen
Wandel durch den Einsatz von Technologien. Als Dienstleister stellt Capgemini
Wissen und Fähigkeiten zur Verfügung, um seinen Kunden die notwendigen Freiräume
für Wachstum und geschäftlichen Erfolg zu schaffen. Die Basis dafür legen die
besondere Form der Zusammenarbeit, genannt Collaborative Business Experience,
sowie ein globales Rightshore® Modell, das darauf abzielt, die richtigen Ressourcen
am richtigen Ort zu wettbewerbsfähigen Preisen einzusetzen.
Capgemini beschäftigt in 36 Ländern rund 86.000 Mitarbeiter und erzielte 2007
einen Umsatz von über 8,7 Milliarden Euro. Mehr Informationen finden Sie unter
http://www.ch.capgemini.com
Über Royal Bank of Scotland
The Royal Bank of Scotland Group plc ist einer der grössten Finanzdienstleister
der Welt mit einem umfassenden Angebot an Bank- und Finanzdienstleistungen und
Präsenz in über 50 Ländern. Die Gruppe beschäftigt zurzeit 170.000 Mitarbeiter
weltweit und erwirtschaftete einen Gewinn von 10,3 Mrd. Pfund im Jahr 2007. Die
Bandbreite der Geschäftsbereiche umfasst das Privat- und Firmenkundengeschäft,
Finanzdienstleistungen, Versicherung und Vermögensmanagement. Die Gruppe ist Eigentümer
von einigen der stärksten Markennamen im Finanzdienstleistungssektor, unter anderen
RBS, NatWest, Ulster Bank, Coutts, Citizens und vielen anderen. Im Jahr 2007 bildete
die RBS Group ein Konsortium mit Fortis Bank und Banco Santander zur Übernahme
der ABN AMRO.
Mit dem Geschäftsbereich Global Markets ist die RBS weltweit ein führender Bankpartner
von Unternehmen, Finanzdienstleistern sowie der Öffentlichen Hand. Global Markets
bietet eine breite Angebotspalette von Anleihemärkten, Finanz- und Anlageprodukten,
Asset und Portfolio Management sowie Geschäftsbankendienstleistungen. Der Bereich
legt einen Fokus auf langfristige Kundenbeziehungen und Exzellenz in globaler
Produktausführung.
Weitere Informationen finden Sie unter www.rbs.com.
Über EFMA
Die European Financial Management & Marketing Association ist die führende Organisation für Banken, Versicherungsunternehmen und Finanz-Institutionen in Europa. EFMA ist eine Non-Profit Organisation die 1971 gegründet wurde und heute mehr als 2.100 verschiedene Marken aus der Finanzdienstleiterwelt umfasst, darunter 80 Prozent der grössten europäischen Banken-Gruppen. Für weitere Informationen, besuchen Sie bitte www.efma.com
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+41 44 560 2604
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