World Wealth Report 2009

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World Wealth Report 2009

World Wealth Report 2009: Krise wird Prüfstein für Kundenvertrauen und etablierte Geschäftsmodelle der Vermögensverwaltungs-Gesellschaften

 

Merill Lynch Global Wealth Management und Capgemini legen den 13. jährlichen World Wealth Report vor


Die Zahl der HNWI und der Wert ihres Vermögens schrumpfen unter das Niveau von 2005 – HNWI Vermögen fallen auf 32,8 Billionen USD

Weltweit derzeit 8,6 Millionen vermögende Privatpersonen;  für 2013 werden Vermögen von 48,5 Billionen USD erwartet

Schweiz nimmt nach Anzahl HNWI den 8. Rang ein – Anzahl Schweizer HNWI nimmt um 12,6% auf 185 300 ab

Zürich, 24. Juni 2009

Das Jahr 2008 war von ausserordentlich hoher Volatilität geprägt; die Zahl der vermögenden Privatpersonen (High Net Worth Individuals, HNWIs ) ist in diesem Zeitraum weltweit gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Prozent zurückgegangen; die Zahl der besonders vermögenden Privatpersonen (Ultra High Net Worth Individuals, Ultra-HNWIs ) fiel um 24,6 Prozent. Dies geht aus dem heute von Merrill Lynch Global Wealth Management und Capgemini vorgelegten 13. World Wealth Report hervor, der jährlich veröffentlicht wird. Analog zur Anzahl der HNWIs sank ihr Vermögen um 19,5 Prozent auf 32,8 Billionen USD. Dieser in seiner Höhe bislang einmalige Rückgang machte das solide Wachstum der Jahre 2006 und 2007 zunichte. Sowohl die Anzahl der HNWIs als auch ihr Vermögen unterschritten Werte, die zuletzt Ende 2005 registriert wurden.


Dabei erlitten die Ultra-HNWIs höhere Verluste an Finanzvermögen als die HNWIs insgesamt. Parallel zur rückläufigen Zahl der Ultra-HNWIs ging ihr Vermögen um 23,9 Prozent zurück.


„Unser diesjähriger World Wealth Report unterscheidet sich deutlich von den Berichten vergangener Jahre”, sagte Klaus-Georg Meyer, Vice President und Leiter Financial Services Schweiz und Deutschland, Capgemini Consulting. „Nach einem Jahr signifikanter Volatilität ist eine Verschiebung in den Anlageaktivitäten und -prioritäten der HNWIs zu beobachten. Hier eröffnen sich aktuell Möglichkeiten für Vermögensverwaltungsgesellschaften und -berater, sich den wachsenden Sorgen ihrer Kunden zu widmen und sie in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zu unterstützen. Auf diesem Weg lassen sich Beziehungen aufbauen, die bis weit in die Zukunft Bestand haben können.”

HNWIs weiterhin regional konzentriert, jedoch mit Verschiebungen

Nach wie vor finden sich in einzelnen Regionen die prozentual grössten Gruppen von HNWIs. Hier sind insbesondere Nordamerika, Asien und Europa zu nennen. Nach Ländern führen die U.S.A., Japan und Deutschland die Liste an: Zusammen wohnten hier 2008 54 Prozent der HNWIs weltweit, ein geringfügiger Anstieg gegenüber 2007 (53,3 Prozent). Chinas HNWIs überholten zahlenmässig Grossbritannien; sie rangieren damit weltweit an vierter Position. In Hongkong sank die Zahl der aktuell 37‘000 HNWIs prozentual am deutlichsten: minus 61,3 Prozent.


In den Vereinigten Staaten war ein Rückgang der Anzahl HNWIs um 18,5 Prozent zu beobachten. Dennoch leben hier mit 2,5 Millionen oder 28,7 Prozent der globalen HNWI Bevölkerung weiterhin die meisten HNWIs. In Europa war die Entwicklung nach Ländern unterschiedlich. Ein Beispiel: minus 12,6 Prozent in Frankreich, jedoch nur minus 2,7 Prozent in Deutschland. Die Schweizer HNWI Bevölkerung ist um 12,6 Prozent geschrumpft, ein kleinerer Rückgang als im weltweiten Durchschnitt von 14,9 Prozent. Mit 185‘300 HNWI oder 2,2 Prozent der globalen HNWI Bevölkerung, nimmt die Schweiz der 8. Rang weltweit ein, vor Italien, Brasilien und Australien. Japan, wo über 50 Prozent aller HNWIs der Asien-Pazifikregion leben, verzeichnete – ganz im Gegensatz zu Hongkong – mit minus 9,9 Prozent einen eher geringfügigen Rückgang bei der Anzahl der HNWIs. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in Japan die Verlangsamung des volkswirtschaftlichen Wachstums bereits 2007 eingesetzt hatte.

Mit Erholung der Weltwirtschaft wird das HNWI-Vermögen wieder zu wachsen beginnen

Es wird erwartetet, dass das Finanzvermögen der HNWIs bis zum Jahr 2013 wieder auf 48,5 Billionen USD ansteigt; dies entspricht einer jährlichen Zuwachsrate von 8,1 Prozent. Nordamerika und die Asien-Pazifikregion werden hier führend sein, wobei der Asien-Pazifikraum 2013 die Vereinigten Staaten überholen wird. Beflügelt werden diese Regionen durch steigende Konsumausgaben in den U.S.A. und die verstärkte Autonomie der chinesischen Wirtschaft, die schon jetzt einen erneuten Anstieg der Konsumnachfrage auslöst.

HNWI suchten Zuflucht in Cash, Obligationen und Immobilien

Weltweit verringerten die HNWIs 2008 ihre Investitionen in Aktien. Gleichzeitig erhöhten sie ihren Anteil an sichereren und einfacheren Anlagekategorien. So konzentrierte sich die Vermögensallokation stärker auf Obligationen, Liquidität und Barmitteläquivalente. Weiter investierten die HNWIs einen geringfügig grösseren Teil ihres Finanzvermögens in Grund- und Immobilienbesitz, der nunmehr im weltweiten HNWI-Portfolio 18 Prozent ausmacht und 4 Prozent über dem Wert von 2007 liegt.

Der proportionale Anteil barmittelbasierter Anlagen hat ebenfalls signifikant zugenommen. Er lag mit 21 Prozent des Gesamtportfolios 7 Prozent über dem Wert von 2006. Japan, wo Spareinlagen traditionell einen hohen Stellenwert haben, verzeichnete mit 30 Prozent den grössten Anteil an HNWIs, die Zuflucht in barmittelbasierten Anlagekategorien suchten. HNWIs in Nordamerika hingegen hatten mit 14 Prozent den vergleichsweise geringsten Teil ihres Portfolios in Cash investiert und lagen damit nur drei Prozentpunkte über dem Wert von 2007.

„Thema des vergangenen Jahres war der Erhalt von Werten, nicht ihre Steigerung“, sagte Serge Robin, CEO und General Manager Merrill Lynch Bank (Suisse) S.A. „In Ermangelung sicherer Häfen fanden sich die HNWIs am Ende mit grosse Mengen Barmittel in ihren Portfolios wieder. Mit der Erholung der Märkte verfügen sie über die entsprechende Flexibilität, ihre Strategien neu auszurichten und dabei in neue, sich eröffnende Chancen zu investieren.”


Über Merrill Lynch Global Wealth Management

Merrill Lynch Global Wealth Management (GWM) zählt zu den führenden Anbietern von umfassenden Vermögensverwaltungs- und Investment-Serviceleistungen für Privatpersonen und Unternehmen weltweit. Mit annähernd 16‘000 Finanzberatern und einem verwalteten Vermögen von über 1,1 Billionen USD zählt Merrill Lynch GWM weltweit zu den grössten Serviceunternehmen dieser Art. Über zwei Drittel des von GWM betreuten Finanzvermögens stammen von Kunden mit einem Nettovermögen von mindestens einer Million USD. Die Private Banking & Investment Group innerhalb von GWM entwickelt massgeschneiderte Lösungen für besonders vermögende Kunden. Sie verbindet so die Qualitäten einer Privatbank mit den Ressourcen eines herausragenden, global tätigen Finanzdienstleisters. Den Kunden stehen 160 Private Wealth Advisor Teams zur Verfügung, unterstützt von Experten unterschiedlichster Fachgebiete wie Investment Management, Concentrated Stock Management und generationsübergreifende Vermögensübertragungs-Strategien. Merrill Lynch Global Wealth Management ist Teil der Bank of America Corporation.


Über Capgemini

Capgemini, einer der weltweit führenden Dienstleister für Management- und IT-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing, ermöglicht seinen Kunden den unternehmerischen Wandel durch den Einsatz von Technologien. Als Dienstleister stellt Capgemini Wissen und Fähigkeiten zur Verfügung, um seinen Kunden die notwendigen Freiräume für Wachstum und geschäftlichen Erfolg zu schaffen. Ein wesentliches Element dafür ist die besondere Form der Zusammenarbeit, genannt Collaborative Business Experience™. Über das globale Liefermodell Rightshore® arbeiten bei Capgemini die kompetentesten Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Niederlassungen weltweit als ein Team zusammen, um für die Kunden die optimale Lösung zu erzielen.


Capgemini beschäftigt in mehr als 30 Ländern über 90.000 Mitarbeitende und erzielte 2008 einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro.


Die Financial Services Global Business Unit von Capgemini bietet ihren Kunden aus der Finanzdienstleistungsbranche tiefes Branchen-Know-how, ein umfangreiches Dienstleistungsangebot sowie weltweite Lieferkapazitäten. Mit einem Netzwerk aus 12‘000 Fachkräften betreut das Unternehmen über 900 Kunden rund um den Globus. Die Capgemini-Einheit arbeitet mit führenden Unternehmen der Banken-, Versicherungs- und Kapitalmarktbranche zusammen. Mehr Informationen unter www.capgemini.com/financialservices.


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