Application Landscape Report: Unübersichtliche Anwendungslandschaft bremst Digitale Transformation aus

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Anwendungsdickicht bindet IT-Ressourcen
Die unübersichtliche Anwendungslandschaft in international agierenden Organisationen belastet IT-Abteilungen und beeinträchtigt den digitalen Wandel. Das ist ein zentrales Ergebnis des Application Landscape Report, für den Capgemini mehr als 1.100 CIOs und IT-Entscheider in 16 Ländern befragte. Der Report erschien erstmalig im Jahr 2011.
 
Jede fünfte Anwendung überflüssig
Der Anteil der IT-Entscheider, die der Meinung sind, dass im Unternehmen mehr Anwendungen als nötig im Einsatz sind, wuchs weltweit von rund einem Drittel (34 Prozent) auf fast die Hälfte an (48 Prozent). In Deutschland liegt der Wert in diesem Jahr bei 41 Prozent. Insgesamt sind laut Studie weltweit lediglich 37 Prozent der Ansicht, dass der Großteil ihrer Anwendungen erfolgskritisch ist. Dagegen glauben fast Dreiviertel (73 Prozent), dass mindestens ein Fünftel der Unternehmensanwendungen ähnliche Funktionalitäten haben und konsolidiert werden können. Zusätzlich geht mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Befragten davon aus, dass mindestens jede fünfte Anwendung ersetzt oder entfernt werden sollte.
 
Diese nicht notwendigen oder ähnlichen Anwendungen binden Ressourcen, was sich nicht nur auf die IT, sondern auch das Geschäft auswirkt. 60 Prozent der weltweit Befragten sagen, dass der wertvollste Beitrag der IT die Einführung neuer Technologien ist. Unternehmen haben bereits zu einem guten Teil Lösungen aus den Bereichen Cloud (56 Prozent), Mobility (54 Prozent), Social (41 Prozent) sowie Big Data (34 Prozent) eingeführt. Ohne eine moderne Anwendungslandschaft kann jedoch das volle Potenzial dieser Technologien nicht erzielt werden.
 
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre eine überladene und überalterte Anwendungslandschaft mit zusätzlichen Organisationsschwierigkeiten lediglich ein Problem der IT, da sie viele Ressourcen bindet“, erläutert Olaf Koch, Chief Client Executive bei Capgemini in der Schweiz. „Doch in einer Zeit, in der alle Unternehmensbereiche beginnen, auf Digital Transformation zu setzen, ist die schnelle Einführung von Mobile, Social, Big Data und Cloud Lösungen entscheidend für einen Wettbewerbsvorteil. In diesem Licht gewinnt eine rationalisierte Anwendungslandschaft deutlich an strategischer Bedeutung für das ganze Unternehmen.“
 
Vorteil für Wachstumsmärkte
Die Studie zeigt weiter auf, dass Organisationen in den Industrieländern stärker durch alte und ungenutzte Anwendungen belastet sind als es in Brasilien, Indien und China der Fall ist, da die IT-Landschaft in diesen Ländern vergleichsweise jung ist. Olaf Koch führt aus: „Wachstumsmärkte sind im Vorteil, wenn es darum geht, die Anwendungslandschaft an den Geschäftszielen auszurichten, da weniger Ressourcen in den IT-Abteilungen in Altsystemen gebunden sind. Das gibt ihnen einen Vorsprung bei Digital Transformation Initiativen und könnte einen bessere Wettbewerbsposition im Vergleich zu ihren westlichen Konkurrenten darstellen.“
 
Die Befragten sind sich zu einem großen Teil einig, dass die Modernisierung der Anwendungslandschaft Vorteile für das Geschäft bringt: Rund Dreiviertel der IT-Entscheider (76 Prozent) glaubt, dass sie wichtig oder sehr wichtig ist, um die Unternehmensziele zu erreichen. In der Gewichtung zeigen sich dabei allerdings Unterschiede: Während in den Schwellenländern Brasilien, Indien und China fast die Hälfte (48 Prozent) die Modernisierung als „sehr wichtig“ erachten, stimmt lediglich ein Fünftel (21 Prozent) der IT-Entscheider in Deutschland zu.
 
Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden.