IT-Trends-Studie: Budget-Prognosen für 2015 sind vorsichtig optimistisch

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Vorab-Ergebnis der jährlichen Capgemini-Studie zeigt, dass Technologiebudgets der Fachabteilungen stabil sind / Angst vor der Schatten-IT nimmt ab
IT-Trends-Studie: Budget-Prognosen für 2015 sind vorsichtig optimistisch
 
Vorab-Ergebnis der jährlichen Capgemini-Studie zeigt, dass Technologiebudgets der Fachabteilungen stabil sind / Angst vor der Schatten-IT nimmt ab
 
Zürich, 9. Dezember 2014 – Im kommenden Jahr steigen die IT-Budgets in einem Drittel (33,6 Prozent) der Unternehmen an. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (39 Prozent), der Anteil der CIOs, der von Kürzungen betroffen ist, bleibt mit rund 19 Prozent aber fast unverändert (Vorjahr 21 Prozent). Damit sind die Budget-Aussichten für 2015 etwas weniger optimistisch als für das laufende Jahr. Für 2016 und 2017 rechnen mit 43 Prozent aber wieder deutlich mehr CIOs mit steigenden Etats. Die Angaben wurden im Rahmen der jährlichen IT-Trends-Studie im September und Oktober dieses Jahres von Capgemini erhoben. Insgesamt nahmen 154 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil, darunter mehr als die Hälfte der DAX-30-Unternehmen. Die Gesamt-Auswertung der IT-Trends-Studie wird Ende Januar 2015 veröffentlicht.
 
„In den IT-Budgets spiegelt sich die gesamtwirtschaftliche Situation wider. Und diese zeigt verhaltenen Optimismus. Vor dem Hintergrund massiver Veränderungen durch die Digitalisierung müssen die Unternehmen jetzt investieren und können sich keinen Aufschub bis 2016 leisten“, interpretiert Ingo Weinem, Vice President bei Capgemini in der Schweiz, die Ergebnisse.
 
Technologieinvestitionen der Fachabteilungen bleiben stabil
Der Anteil der Fachbereiche an den Technologieausgaben von Unternehmen ist seit drei Jahren fast unverändert (Studie 2015: 17,4 Prozent, 2014: 16,3 Prozent, 2013: 19,0 Prozent). In knapp zwei Dritteln (62,4 Prozent) der Unternehmen wurde den Fachabteilungen die Verantwortung für diese IT-Ausgaben übertragen. In erster Linie wird das Geld für den Kauf von Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen sowie Software-Paketen genutzt; lediglich knapp 19 Prozent der CIOs berichten von der Investition in externe Cloud Services.
 
In 28,2 Prozent der Unternehmen finanziert die Fachabteilung mit ihrem Budget IT-Projekte, deren Umsetzung die IT-Abteilung abgelehnt hat, weil die Anforderungen nicht dem Unternehmensstandard entsprechen. Durch solche Maßnahmen können neue Datensilos oder eine Schatten-IT entstehen, die langfristig Kosten erhöhen und unter anderem übergreifende Big-Data-Analytics-Projekte behindern. 22,4 Prozent der CIOs berichten von der Umsetzung von Maßnahmen, die im IT-Budget nicht vorgesehen sind, knapp 13 Prozent von der Finanzierung von Projekten, die die IT-Abteilung nicht zeitnah realisieren kann.
 
Business und IT nähern sich weiter an
CIOs bewerten die Investitionen der Fachabteilungen aber zunehmend positiv und fürchten seltener negative Konsequenzen. Während im vergangenen Jahr beispielsweise noch fast 60 Prozent den Aufbau einer Schatten-IT prognostizierten, sind es in diesem Jahr nur noch 35 Prozent. Die Sorge um den Aufbau neuer Datensilos, Probleme bei der Standardisierung und Automatisierung der IT-Landschaft sowie bei den IT-Prozessen ging ebenfalls zurück. „Offenbar arbeiten Business und IT immer besser zusammen und beide Seiten bauen Vorurteile ab. Für eine erfolgreiche Digitalisierung ist diese Annäherung unerlässlich“, so Ingo Weinem.
 
Grafik 1: Entwicklung der IT-Budgets 2015
Grafik 2: Die Technologieausgaben der Fachabteilungen
Grafik 3: Gründe für die Technologieausgaben der Fachabteilung