Neuer Cloud-Report: Nutzung von Cloud Native Applications verdoppelt sich bis 2020

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  • 15 Prozent aller neuen Anwendungen sind heute Cloud-native
  • Zahl steigt bis 2020 auf über ein Drittel (32 Prozent)
  • CIOs haben Schwierigkeiten bei Durchsetzung von Cloud-Native-Initiativen

Zürich, 07. Juni 2017 – Der Erfolgskurs der Cloud setzt sich weiter fort. Unternehmen stehen zunehmend unter Druck stehen, Innovationen zu fördern und die Geschäftsagilität zu steigern. Deswegen erfreuen sich Cloud-native Anwendungen wachsender Beliebtheit. Es handelt sich dabei um Programme und Dienste, die eigens für die reibungslose Funktionalität in der Cloud programmiert wurden und so die Organisationsentwicklung hin zum agilen Vorgehen sowie die Innovationskraft verbessern können. 15 Prozent aller neuen Anwendungen sind heute Cloud-native; dieser Anteil wird sich in den kommenden drei Jahren auf 32 Prozent mehr als verdoppeln. Das ist eines der Ergebnisse des neuen Cloud-Native-Reports von Capgemini.

„Unsere Prognosen deuten darauf hin, dass Cloud-Native-Architekturen bis 2020 zur Standardeinstellung für Anwendungen werden, die für den Kontakt mit Kunden konzipiert sind. Unternehmen müssen heute mit immer kürzeren Innovationszyklen arbeiten und die Kundenerfahrung stetig besser machen. Gegen diesen immensen Druck gibt uns die Cloud ein gutes Gegenmittel an die Hand, sagt Marius Vöhringer, Leiter des Cloud-Kompetenzcenters bei Capgemini in Deutschland. „Die Technologie von Cloud Native Apps ist ein bedeutender Hebel für die Geschäftsperformance. CIOs müssen dafür aber noch Kompetenzlücken schliessen und das Thema Kulturwandel in der Organisation ansprechen.“

In der Studie wurden über 900 Experten in elf verschiedenen Ländern in Europa, Amerika und Australien befragt. Die Teilnehmer stammen zu gleichen Teilen aus IT- und Fachabteilungen. Als Gründe für die stärkere Cloud-Nutzung nennen 74 Prozent von ihnen die Steigerung der Geschäftsagilität, 70 Prozent die Erweiterung der Zusammenarbeit mit externen Partnern und 67 Prozent die Verbesserung der Kundenerfahrung.

Studie kategorisiert Unternehmen nach Cloud-Native-Reifegrad

Im Rahmen der Befragung ordnen die Studienautoren die untersuchten Unternehmen zwei verschiedenen Gruppen zu: die „Vorreiter“ (engl. Leaders) und die „Nachzügler“ (engl. Laggards). Zur Kategorie der Vorreiter gehören Unternehmen, die mehr als 20 Prozent ihrer neuen Anwendungen fertig für die Cloud programmieren. Für Unternehmen, die Cloud-Native-Anwendungen bereits intensiver einsetzen ist eine positive Umsatzentwicklung, die sie darüber erzielen, doppelt so wahrscheinlich wie für diejenigen, die derartige Anwendungen schleppender umsetzen (84 Prozent versus 44 Prozent).

Im weiteren Vergleich mit den Nachzüglern:

  • beschreiben die Vorreiter ihre Softwareentwicklung eher als agil (69 Prozent gegenüber 37 Prozent), die Bereitstellung eher als automatisiert (78 Prozent versus 46 Prozent) und DevOps-Teams eher als integriert (69 Prozent vs. 38 Prozent).
  • nehmen die Vorreiter eine stärker wachstumsorientierte Haltung gegenüber IT-Funktionen ein: Sie priorisieren die Kundenerfahrung (90 Prozent), Geschäftsagilität (85 Prozent) und Skalierbarkeit (85 Prozent) über  Kosteneinsparungen (79 Prozent).

CIOs stossen auf organisatorische Hürden

CIOs in Organisationen mit hohem Cloud-Native-Reifegrad erwarten nun, dass die IT noch integraler für die Geschäftsentwicklung wird. Dazu gehört die Unterstützung bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle (67 Prozent), bei der Skalierbarkeit (72 Prozent) und bei Produktaktualisierungen (71 Prozent) sowie bei neuen Absatzwegen (68 Prozent). Nichtsdestotrotz tun sich viele CIOs schwer damit, wirtschaftliche Argumente für Cloud Native Apps zu entwickeln, vor allem wenn die Geschäftsführung Kostensenkung als IT-Maxime betrachtet. Diese Schwierigkeiten reichen von der Organisationsebene, auf der tief verwurzelte Kulturen dem Prinzip des Cloud-nativen Arbeitens (65 Prozent) entgegenstehen und der Fachkräftemangel die Entwicklung und den Betrieb (DevOps) solcher Anwendungen behindert, bis zur technischen Ebene. Hier kommen insbesondere die Schwierigkeiten mit Legacy-Infrastrukturen (62 Prozent) und der sogenannte Vendor Lock-in zum Tragen (58 Prozent).

Unterschiede klaffen zwischen den Branchen

Gut ein Viertel der High-Tech-Unternehmen (26 Prozent) und fast ein Drittel der herstellenden Unternehmen (29 Prozent) sind laut Studie Cloud Native Leaders. Zum Vergleich: nur 11 Prozent der Anbieter von Bankdienstleistungen, 18 Prozent der Versicherer und 22 Prozent der Konsumgüter- und Einzelhandelsfirmen fallen in diese Kategorie. Aber die Prioritäten verändern sich aufgrund des Wettbewerbs durch die digitalen Herausforderer: Banken bauen nun 10 Prozent[1] ihrer neuen Anwendung nach dem Cloud-Native-Prinzip, und bereits fast die Hälfte der Versicherer (47 Prozent) sowie knapp ein Drittel der Einzelhandelsunternehmen ihre Technologiestrategie auf Cloud-native umgestellt haben. Alle drei Branchengruppen planen in den kommenden drei Jahren bedeutend mehr Geld für PaaS-Lösungen aufzuwenden als momentan. Heute geben Banken 41 Prozent, Versicherer 44 Prozent und Konsumgüter- und Handelsunternehmen 41 Prozent ihres IT-Budgets dafür aus.

Über die Studie

Die Studie wurde im Auftrag von Capgemini von dem Umfrageinstitut Longitude Research unter 902 Fachkräften durchgeführt. Abgefragt wurden Meinungen über Cloud-native Softwareentwicklung und den entsprechenden Entwicklungsstand ihrer Organisation. Die Befragten stammen zu gleichen Anteilen aus IT- und nicht-IT-Abteilungen und verteilen sich auf elf verschiedene Länder in Europa, Australien und Amerika. Die Teilnehmer der Studie kommen aus unterschiedlichen Industriesektoren, die meisten arbeiten im Bankenbereich, im Versicherungswesen oder in der Konsum- und Einzelhandelsbranche. Empfehlungen für CIOs sowie den Report zum Download finden Sie hier: https://www.de.capgemini.com/cloudnative

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