World Quality Report 2016: Mehrheit der Unternehmen hat keine Teststrategie für die Anforderungen im Internet der Dinge

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Digitale Transformation setzt Qualitätssicherung und Testing zunehmend unter Druck

Zurich, 15. September 2016 – Für 85 Prozent der Unternehmen stellen IoT-fähige Geräte einen integralen Bestandteil ihrer Geschäftsprozesse dar. Dennoch verfügen zwei Drittel (68 Prozent) davon derzeit über keine Teststrategie für diesen spezifischen Aspekt der IT. Zu diesem Ergebnis kommt die achte Ausgabe des WQR, der von Capgemini und Sogeti in Zusammenarbeit mit Hewlett Packard Enterprise (HPE) veröffentlicht wird. Die Studie untersucht den Zustand von Anwendungsqualität und Testing-Verfahren branchenübergreifend in 32 Ländern.

Viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, neue digitale Produkte und Services anzubieten und haben Schwierigkeiten damit, zwischen Qualitätsansprüchen und Entwicklungsgeschwindigkeit einen gesunden Mittelweg zu finden. Dies gilt insbesondere für die Bereitstellung von IoT-Technologien. Darüber hinaus fiel das Budget für Qualitätssicherung (QA) um vier Prozent auf 31 Prozent des gesamten IT-Etats – nachdem es innerhalb der letzten vier Jahre signifikant von 18 auf 35 Prozent gestiegen war. Trotz dieses Rückgangs prognostizieren Experten jedoch übereinstimmend einen erneuten Anstieg der Ausgaben auf 40 Prozent bis 2019.

„Im digitalen Zeitalter sind es Kunden mittlerweile gewohnt, dass ihre Servicebedürfnisse schnell und reibungslos bedient werden. Ein strategischer Ansatz für Qualitätsmanagement und Testing ist daher wichtiger denn je. Dazu gehört, Silos zwischen Entwicklung, Qualitätssicherung, Infrastruktur, Security und dem operativen Geschäft einzureissen und sich agiler Methoden wie DevOps zu bedienen. Nur so können Unternehmen sowohl den Wert für Kunden als auch die Relevanz fürs Geschäft fest im Blick behalten und weiter entwickeln“, so Rafael Botor, CEO von Sogeti Schweiz.

Künstliche Intelligenz für mehr Effizienz und niedrigere Kosten

Die Studie belegt, dass sich mittlerweile viele Unternehmen der künstlichen Intelligenz bedienen, um die Geschäftsabläufe effizienter zu gestalten und gleichzeitig Kosten zu senken. Die steigende Nutzung digitaler Technologien verschlingt grosse Teile des Budgets, was es Unternehmen zunehmend erschwert, Innovation und Kosten in Einklang zu bringen. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen (48 Prozent) gab an, an den gegensätzlichen Anforderungen unterschiedlicher Testumgebungen zu scheitern. Als Lösungsansatz rät der Report zu grösseren Investitionen in erkenntnisgestützte Qualitätssicherung. So sollen Qualitätsprobleme identifiziert und vorausgesagt werden, noch bevor sie entstehen.

Agile und DevOps sind weltweit weiter auf Erfolgskurs

Um den Roll-Out neuer Produkte und Services weiter zu beschleunigen, setzen Unternehmen verstärkt auf agile Testing-Methoden und DevOps. Knapp die Hälfte aller Verantwortlichen (44 Prozent) bezieht Testing-Teams allerdings nur sehr widerwillig in die erste Planungsphase mit ein – obwohl das die Sicherheit des Unternehmens gefährden könnte. Grund dafür ist die Befürchtung, Releasezyklen könnten sich deswegen verzögern. Darüber hinaus erkennt der Report, dass die Schwierigkeiten mit der Implementierung von DevOps weit über den Punkt der Qualitätssicherung hinausreichen. Sollte es den Unternehmen nämlich nicht gelingen, Silostrukturen im Unternehmen aufzubrechen, laufen sie Gefahr, die Vorteile der Methode zu verspielen. Um die zusätzlichen Kosten der neuen Technologien auszugleichen, setzen 50 Prozent der befragten Unternehmen auf Predictive Analytics. Damit wollen sie so viele Testing-Schritte wie möglich automatisieren.

Weitere Informationen sowie den vollständigen Report finden Sie unter: https://www.de.capgemini.com/thought-leadership/world-quality-report-2016-17

Über den World Quality Report 2016

Der World Quality Report ist der einzige globale Report, der Anwendungsqualität und Testing-Trends analysiert. Seit 2009 wird er jährlich veröffentlicht. Für die nun achte Ausgabe nahmen 1.600 CIOs, Verantwortliche für die Qualitätssicherung und Testing sowie Anwendungen, IT-Leiter, CDOs/CMOs und CTOs/Produktverantwortliche an der Befragung teil. Die Sammlung der Daten erfolgte zweistufig durch computergestützte Telefoninterviews, gefolgt von qualitativen Tiefeninterviews.