World Payments Report: Bargeldloser Zahlungsverkehr steigt 2013 weltweit um zehn Prozent

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Tempo und regulatorischer Druck beschleunigen Transformation der Zahlungsabwicklung
Berlin, 30. September 2014 – Das Volumen der bargeldlosen Zahlungen wird voraussichtlich um 9,4 Prozent auf 366 Milliarden Transaktionen im Jahr 2013 steigen.  Bedingt wird dies durch das starke Wachstum in aufstrebenden Märkten sowie den zunehmenden Einsatz von Kredit- (gestiegen um 9,9 Prozent) und Debit-Karten (gestiegen um 13,4 Prozent) vor allem bei elektronischen (E) und mobilen (M) Zahlungsvorgängen. Da der Anteil von E- und M-Zahlungen nach wie vor stark wächst und der regulatorische Druck steigt, sucht die Zahlungsbranche neue und innovative Wege, um den Kundenanforderungen zu entsprechen.  Das zeigen die Ergebnisse des zehnten, jährlich erscheinenden World Payments Report von Capgemini und der Royal Bank of Scotland (RBS).

Aufstrebende Märkte weiterhin entscheidend für Wachstum

Insgesamt sind mehr als 50 Prozent des weltweiten Wachstums im bargeldlosen Zahlungsverkehr auf Schwellenländer zurückzuführen, obwohl diese mit 93 Milliarden Transaktionen nur ein Viertel (25,5 Prozent) des Marktes ausmachen. China bleibt ein relativ unterentwickelter Markt für bargeldlose Transaktionen. Seine Bevölkerungsentwicklung und Wachstumsrate lassen allerdings unter bestimmten Bedingungen darauf schließen, dass es die USA und die Eurozone innerhalb der nächsten fünf Jahre überholen könnte. Derzeit lebt jeder fünfte Mobile Banking Nutzer in China (Quelle: CGAP 2014, China: A New Paradigm in Branchless Banking).

Dicht auf China folgen Mitteleuropa, der Nahe Osten und Afrika (CEMEA) mit hohen Wachstumsraten von 23,8 Prozent, dahinter liegen die Schwellenländer Asiens mit 22,8 Prozent und Lateinamerika mit 11,0 Prozent.
Trotz des hohen Wachstums in den aufstrebenden Märkten, führen noch die USA und die Eurozone bei der Anzahl der bargeldlosen Transaktionen pro Einwohner. Finnland, mit 448 Transaktionen pro Person und Jahr, ist nach wie vor der klare Marktführer und verzeichnete 2012 ein Wachstum von 10,6 Prozent. Damit übertrifft es andere Nationen in Europa und Nordamerika. Die USA haben die zweithöchste Anzahl von bargeldlosen Transaktionen pro Einwohner mit 376, verzeichneten aber lediglich ein Wachstum von 2,6 Prozent für das Jahr 2012.
 
William Higgins, Geschäftsführer Payments, RBS, sagte: "Die aufstrebenden Märkte haben ihre Wachstumsgeschichte fortgesetzt und verzeichnen 2012 mit einer Steigerung von 18,3 Prozent ein deutliches Wachstum gegenüber im Schnitt 4,5 Prozent in den reiferen Märkten. Diese signifikanten Wachstumsraten und die noch höheren Prognosen für den World Payments Report im kommenden Jahr, stellen eine große Chance für die Branche dar. China beispielsweise darf in den kommenden Jahren nicht unterschätzt werden, denn der Bericht zeigt, dass es bei gleichbleibend hohem Wachstum innerhalb von nur fünf Jahren zum größten Markt für bargeldlosen Zahlungsverkehr werden könnte. Die rapiden Wachstumsraten in den wichtigsten Märkten setzen die globalen Akteure im Zahlungsmarkt einem hohen Innovationsdruck aus, um der schnell steigenden Verbrauchernachfrage zu begegnen.“

E- und M-Payment werden eins

Tablets und Smartphones werden verstärkt genutzt, dadurch entsteht eine Konvergenz von E- und M-Zahlungen und es ergeben sich neue Herausforderungen für Zahlungsdienstleister. Bis 2015 erwartet man ein durchschnittliches Wachstum an M-Zahlungen von 60,8 Prozent jährlich.  E-Zahlungen werden in den kommenden Jahren voraussichtlich langsamer wachsen, mit 15,9 Prozent pro Jahr, da immer mehr Menschen mobile Endgeräte für Zahlungen verwenden. Dieser Trend verstärkt zusätzlich den Druck auf Zahlungsdienstleister. Sie müssen ihre Infrastruktur für  Zahlungsabwicklungen modernisieren, um eine breite Palette an kundenorientierten Innovationen zu ermöglichen.
 
"Der diesjährige World Payments Report stellt fest, dass die meisten der traditionellen Zahlungsanbieter die Transformation der Zahlungsverarbeitung in kürzester Zeit zu ihrer Priorität gemacht haben", erklärt Klaus-Georg Meyer, Leiter Business & Technology Consulting bei Capgemini in Deutschland. "Allerdings ist der Druck durch Wettbewerb und neue Regulierungsinitiativen gestiegen, um mit Innovationen wie Square, IZettle, und Swift einen greifbaren Mehrwert für Kunden zu schaffen. Dies erfordert von Anbieterseite eine langfristige Vision für die Zahlungsabwicklung, die taktisch durch strategische, agile Kurzzeitprojekte umgesetzt werden kann. So werden schnell Gewinne erzielt und langfristig Mehrwert generiert."
 
Der Bericht bezieht sich auch auf mittel- und längerfristige Transformationsprioritäten. Dies beinhaltet die Schaffung einer integrierten Zahlungsplattform (mit einer gemeinsamen Basis für private und geschäftliche Zahlungen), die Anwendung des Zahlungs-Hub-Konzeptes für alle Zahlungsbereiche und die Thematisierung der Karten/Zahlungs-Konvergenz als wesentlichen Schritt hin zu kundenorientierten Innovationen.
 
Der Report steht zum Download bereit unter www.worldpaymentsreport.com.

Über den Report:

Der World Payments Report 2014 ist ein jährlicher Bericht, der die neuesten Entwicklungen der weltweiten Zahlungslandschaft, einschließlich der Transaktions-Trends, Zahlungsinstrumente (wie Karten und Schecks), wichtige regulatorische Initiativen und deren Auswirkungen auf die strategischen Überlegungen und Optionen für Banken einbezieht. Das Datenmaterial des Berichts ist aus dem Jahr 2012. Darauf beruhend werden Prognosen für 2013 abgegeben. Die Daten für das Jahr 2014 liegen noch nicht vor.

Über Capgemini

Mit knapp 140.000 Mitarbeitern in mehr als 40 Ländern ist Capgemini einer der weltweit führenden Anbieter von Management- und IT-Beratung, Technologie-Services sowie Outsourcing-Dienstleistungen. Im Jahr 2013 betrug der Umsatz der Capgemini-Gruppe 10,1 Milliarden Euro. Gemeinsam mit seinen Kunden erstellt Capgemini Geschäfts- wie auch Technologielösungen, die passgenau auf die individuellen Anforderungen zugeschnitten sind. Auf der Grundlage seines weltweiten Liefermodells Rightshore® zeichnet sich Capgemini als multinationale Organisation durch seine besondere Art der Zusammenarbeit aus – die Collaborative Business ExperienceTM.
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Rightshore® ist eine eingetragene Marke von Capgemin

 
The Royal Bank of Scotland (RBS)

RBS is a UK-based banking and financial services company.  Headquartered in Edinburgh, RBS operates in the United Kingdom, Europe, the Middle East, the Americas and Asia, serving over 24 million customers worldwide. RBS provides a wide range of products and services to personal, commercial and large corporates and institutional customers through its two main subsidiaries, The Royal Bank of Scotland and NatWest, as well as through a number of other well-known brands including Citizens, Ulster Bank and Coutts.
 
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